Christlich Demokratische Union Deutschlands
 
     
     
 
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Neubau der Landesstraße L597 (Südabschnitt)

Mit Bestürzung haben die CDU-Mitglieder des Seckenheimer Bezirksbeirates die Meldungen im Mannheimer Morgen vom 19. bzw. 22. April 2008 zur Kenntnis nehmen müssen, wonach die eigentlich bereits ad acta gelegte Variante 4 des Neubaus der Landesstraße L597 (Südabschnitt) seitens der Kommission des Petitionsausschusses wieder ins Spiel gebracht wird. Dass diese Überlegungen auch seitens des Kommentators, im Übrigen ein Bewohner von Edingen-Neckarhausen, in fast zynisch anmutender Weise begrüßt werden, trägt nicht gerade zu unserer Beruhigung bei.

In der gesamten Berichterstattung wird auf die Lärmbelastungen, die die Bürgerinnen und Bürger Seckenheims und Ilvesheims bereits seit Jahren ertragen müssen, mit keinem Wort eingegangen. Seckenheim und Ilvesheim brauchen eine Entlastung durch den Neubau der Brücke jetzt und dürfen dabei aber nicht sofort wieder belastet werden. Die jetzt wieder aufgegriffene Variante 4 war nicht ohne Grund seitens der Planer verworfen worden!

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit sei an dieser Stelle nur daran
erinnert, dass durch die Lage dieser Variante erhebliche Mehrkosten durch aufwändige Ingenieurbauwerke, die zudem nur auf Seckenheimer Seite notwenig werden, und durch die zusätzlich notwendige Verbreiterung der bestehenden K 4138 zu erwarten sind. Darüber hinaus würden insbesondere die Bürgerinnen und Bürger Seckenheims aufgrund der Nähe zur bestehenden Wohnbebauung von bis zu 50 Meter durch nicht zu unterschätzenden Lärm weiter belastet werden. Dieser Umstand geht aus der sehr schematischen Darstellung der Trassenvarianten in den Zeitungsberichten nicht hervor.

Was aber besonders ärgerlich ist, ist die Tatsache, dass die gesamte, gerade stattgefundene Erörterung, sowohl ohne die Beteiligung der Mannheimer Verwaltung als auch ohne Vertreter Seckenheims erfolgt ist. Funktionieren die Metropolregion Rhein-Neckar und die guten nachbarschaftlichen Beziehungen immer nur dann, wenn es gerade opportun ist?

Wir als Seckenheimer CDU-Bezirksbeiräte sprechen uns jedenfalls klar gegen die Variante 4 aus! An dieser Stelle möchten wir erwähnen, dass sich die Stadt Mannheim ausdrücklich dafür ausgesprochen hat, das Bauvorhaben erst zu beginnen, wenn die Beplanung der Gesamtmaßnahme abgeschlossen ist, um ein Dauerprovisorium über die Anbindung durch die K 4138 zu verhindern.

Neben den bereits genannten sachlichen Nachteilen, die diese Variante Seckenheim bringen würde, steht auch zu befürchten, dass aus einer erneuten Planfeststellung und Variantenabwägung eine unnötige Verzögerung der Ausführung der Gesamtmaßnahme resultiert. Das wäre die schlechteste aller Möglichkeiten, denn damit wäre nicht nur die innerörtliche Weiterentwicklung von Seckenheim, wofür sich sehr viele engagierte Bürgerinnen und Bürger vor Ort einsetzen und mitarbeiten, auf Jahre, wenn nicht sogar auf Jahrzehnte unmöglich. Vielmehr müssten die Bürgerinnen und Bürger Seckenheims und Ilvesheims die zunehmenden Lärmbelastungen weiter ertragen. Wie wir aus persönlichen Gesprächen mit Gemeinderäten der CDU-Fraktion wissen, wäre eine solche Entwicklung ebenfalls nicht in ihrem Interesse.

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